Jede Webseite hat in der Regel ein Ziel. Das kann der Verkauf eines Produktes sein, der Eintrag in einen Newsletter, der Klick auf einen Affiliate Link oder aber das Absenden eines Kontaktformulars. Die Conversion Rate ist der Anteil der Besucher deiner Webseite, die dieses Ziel erfüllen. Also wenn 100 Leute deine Verkaufsseite für ein Produkt besuchen und einer von denen kauft dein Produkt, hast du eine Conversion Rate von 1%. In diesem Artikel geht es darum, die Conversion Rate mit Hilfe von Google Analytics zu messen.

Warum du die Conversion Rate messen solltest

Es gibt mindestens zwei gute Gründe, warum du die Conversion Rate messen solltest:

  1. Wenn du etwas optimieren willst, musst du es zuerst messen können. Also wenn du beispielsweise eine Landing Page hast und diese verbessern willst, um die Conversion Rate zu erhöhen, dann musst du diese natürlich zunächst einmal kennen. Gleiches gilt für jegliche Form von Splittests, wo du zwei Verkaufsseiten gegeneinander vergleichst. Die Conversion Rate ist eine der wichtigsten Kennzahlen für die Optimierung deiner Verkaufsprozesse.
  2. Wenn du Pay per Klick Werbung auf Facebook oder Google einkaufst, benötigst du die Conversion Rate, um zu wissen, ob du profitabel bist. Wenn dein Produkt 100 Euro kostet und dich ein Besucher der auf deine Werbung klickt 10 Cent kostet, dann kannst du ausrechnen, wie hoch deine Conversion Rate sein muss, damit du profitabel bist. Bei 10 Cent pro Besucher und 100 Euro Produktpreis, müssen von 1000 Besuchern mindestens einer kaufen, damit du keine Verlustemachst. Das entspricht einer Conversion Rate von 1%. Wenn du diese dann auf 2% steigern kannst, kannst du mehr in Werbung investieren und so dein Geschäftsmodell skalieren. Im Idealfall versuchst du den Traffic dann noch günstiger einzukaufen und gleichzeitig die Conversion Rate zu erhöhen.

1. Schritt: Dein Ziel definieren

Als erstes definierst du ein Ziel das deine Webseite hat. Ich werde das Ganze am Beispiel des Verkaufes eines digitalen Produktes machen. Ob das ein Online-Kurs, ein eBook oder ein Newsletter-Eintrag später bei dir ist, ist egal. Das Vorgehen ist immer das gleiche.

Die Seite die als Beispiel dient, ist die Verkaufsseite meines 7 Tage Business Online-Kurses unter 7tagebusiness.de. Um das Beispiel einfach zu halten will ich dort zunächst nur die Anzahl der Produktkäufe messen.

Mein Ziel ist also: Den Online-Kurs verkaufen.

2. Eine Danke-Seite anlegen

Im zweiten Schritt legst du eine „Danke-Seite“ an. Dort kannst du dich nochmal für den Kauf und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken und deinem Kunden die nächsten Schritte erklären.

Die URL dieser Seite gibst du dann bei deinem Anbieter ein. Also in meinem Beispiel lege ich eine neue Seite mit der URL /danke-fuer-den-kauf/ an in WordPress und gehe dann in die Produkteinstellungen von meinem Online-Kurs auf elopage und unter „Auslieferung“ gibt es das Feld „Seite für Kaufbestätigung“.  Dort Trage ich dann die URL ein für meine Danke-Seite. Also z.B. https://7tagebusiness.de/danke-fuer-den-kauf/. Jeder der meinen Kurs dann kauft, wird auf diese Seite weitergeleitet.

Eine derartige Seite benötigst du auch für alle andere Ziele wie einen Newsletter-Eintrag. Nachdem jemand erfolgreich seine Email eingetragen hat, kannst du ihn bei den meisten Newsletter-Anbietern ebenfalls auf eine Danke-Seite weiterleiten.

2. Schritt: Das Zielvorhaben in Google Analytics einrichten

  1. Melde dich in Google Analytics an, klicke unten links auf Verwaltung und dann in der Spalte Datenansicht auf Zielvorhaben.
  2. Klicke dann auf den roten Button „Neues Zielvorhaben“ und wähle „Benutzerdefiniert“ aus. Die Vorlagen sind vorausgefüllt Konfigurationen für die verschiedenen häufigsten Geschäftsziele, aber für unser Beispiel benötigen wir diese nicht.
  3. Gib deinem Zielvorhaben einen Namen, beispielsweise: „Online Kurs gekauft“. Die Zielflächen-ID muss nur eindeutig sein, also wenn du bisher keine Ziele eingerichtet hast, ist es egal welche du wählst. Ich wähle einfach Zielvorhaben-ID/Zielvorhabengruppe 1. Als Typ gibst du dann „Ziel“ an. Anschließend auf weiter klicken.
  4. Unter Zielvorhabendetails, stellst du ein „ist gleich“ und in das Feld danach gibst du die URL deiner Danke-Seite ohne Domain ein. Also z.B. /danke-fuer-den-kauf/. Dann kannst du der Transaktion noch einen Wert zuweisen. In meinem Fall kostet das Produkt 97 Euro. Dies wäre also der Transaktionswert. Anhand der Conversion Rate deines Newsletters oder deiner Artikel/Webseiten kannst du auch für alle anderen Ziele einen entsprechenden Wert ermitteln. Dies ist die einfachste Variante. Spannend ist auch die Möglichkeit eines Trichters, wenn beispielsweise der Verkaufsprozess aus mehreren Schritten besteht und alle diese URLs aufgerufen werden müssen. Beim Onlineshop könnte dies der Checkout-Prozess sein, also vom Warenkorb über die Adressdaten bis zur Bezahlung.
  5. Fertig. Google Analytics misst jetzt die Conversions für dein Zielvorhaben 🙂

 

Fazit und Ausblick

Soweit so gut. Du hast jetzt die einfachste Variante des Conversion Trackings mit Google Analytics kennengelernt. Grundsätzlich solltest du beim Einsatz von Google Analytics darauf achten, dass du eine entsprechende Datenschutzerklärung auf deiner Seite hast. Weitere Schlagworte die du dir in dem Bereich ansehen kannst sind:

  • Segmente und Kampagnen in Google Analytics
  • Event Tracking mit Google Analytics
  • personalisierte Analytics Berichte

Viel Erfolg beim Analysieren und hoffentlich hohe Conversions 😉